Autor: admin

  • Missionsreise Namibia Frühjahr 2026

    Gott öffnet Türen zu den Himbas
    Namibia 8.04.2026 · 6 min Lesezeit

    WENN FLÜSSE NICHT AUFHALTEN

    Sieben Dörfer, reißende Flüsse – und ein Gott, der uns auch auf den schwierigsten Wegen treu geführt hat.

    Der Nordwesten Namibias zeigte sich diesmal von seiner härtesten Seite. Statt der gewohnten Trockenheit erwarteten uns reißende Flüsse, überflutete Zufahrtswege und Dörfer, die zeitweise kaum erreichbar waren. Schon vor Reisebeginn kam alles anders als geplant: Unser erfahrener Partner musste kurzfristig absagen – eine Nachricht, die mich erst vor Ort erreichte und die Karten noch einmal neu mischte. Am Ende bin ich mit einem Übersetzer allein losgezogen, ohne das gewohnte Team an meiner Seite. Selbst Sarah konnte diesmal nicht dabei sein, da sie zu Hause bei unserer Tochter sein musste – sonst sind wir bei diesen Reisen fest im Doppelpack unterwegs. Doch der Auftrag war klar: Die Menschen im Nordwesten Namibias brauchen das Evangelium, ob die Straßen passierbar sind oder nicht, ob das gewohnte Team dabei ist oder nicht. So sind wir losgezogen – den Kofferraum beladen mit Audiobibeln in den Stammessprachen und diesmal auch mit Kinder-Audiobibeln. Für diese haben wir eigens ein spezielles Kinderprogramm entwickelt. In jedem Dorf suchten wir gezielt nach vertrauenswürdigen Mitarbeitern, die durch die Audiobibeln den Kindern nicht nur das Wort Gottes nahebringen, sondern durch die begleitende Papierbibel auch das Lesen und Schreiben fördern und unterrichten können – an Orten, wo es zum Teil keine Anbindung an ein Schulsystem gibt. Was wir in diesen sechzehn Tagen in sieben Dörfern erlebt haben – von Bekehrungen über Heilungen bis hin zu einer besonderen Taufe – hat uns zutiefst bewegt.

    07

    Dörfer besucht

    086

    Audio-Bibeln verteilt

    0286

    Bekehrungen

    02

    Taufen

    Bete mit uns

    Bete für die neuen Gläubigen in den sieben Dörfern, dass sie im Glauben fest verwurzelt bleiben und selbst zu Mitarbeitern werden. Betet auch für Otjinungua, dass sich schnell ein Weg für den Bau der Kirche findet – und dass das Land, das der Headman geöffnet hat, bald zu einem Ort wird, an dem Menschen Jesus begegnen.

    Baue diese Kirche, wo du es für richtig hältst – ich gebe dir volle Autorität und vollkommene Freiheit.

    Headman Otjinugua

    Freie Hand vom Headman

    Otjinungua ist eines der Dörfer, die wir schon von früheren Reisen kennen. Über die Jahre ist zwischen uns und dem Headman eine besondere Beziehung gewachsen – geprägt von Vertrauen und gegenseitiger Wertschätzung. Auf unserer ersten Reise hat er sein Leben Jesus gegeben. Als Headman trägt er die traditionelle Autorität über die gesamte Region: Kein Vorhaben in seinem Gebiet wird ohne seine Zustimmung umgesetzt. Schon bei unserem letzten Zusammenkommen hatten wir über einen möglichen Kirchenbau gesprochen. Damals hatte ich ihm erklärt, dass wir dafür Land von ihm benötigen, woraufhin er ankündigte, sich mit seinen Ältesten zu beraten. Auf dieser Grundlage konnten wir das Gespräch nun fortsetzen, als ich in Otjinungua ankam. Seine Freude über meinen Besuch war unübersehbar. Ich brachte den entscheidenden Punkt zur Sprache: dass er uns nun sagen müsse, welche Stelle er uns für den Bau zuweist. Er sah mir lange und tief in die Augen. Dann sprach er die Worte, die diesen Moment zu einem der bewegendsten der gesamten Reise machten: Baue diese Kirche, wo du es für richtig hältst – ich gebe dir volle Autorität und vollkommene Freiheit. Selten wurde so deutlich, wie sehr ihm der Wunsch nach dieser Kirche am Herzen liegt, und wie groß das Vertrauen ist, das er uns entgegenbringt.

    Stärker als jede Macht

    Was in diesen Tagen geschah, ging über das hinaus, was Worte allein bewirken können. Wir haben erlebt, wie Menschen körperlich geheilt und aus geistlicher Gebundenheit befreit wurden – ein Zeichen, das in den Dörfern nicht unbemerkt blieb. Für die Menschen dort war klar erkennbar: Der Gott, der mit uns unterwegs ist, ist stärker als alles, was sie bisher kannten. Die Reaktion darauf war so eindeutig wie bewegend. Menschen kamen von sich aus zu uns und brachten ihre Hexereigegenstände – Dinge, die sie zuvor als Schutz oder Machtquelle genutzt hatten. Wir haben sie gemeinsam verbrannt. Kein erzwungener Akt, sondern eine freie Entscheidung von Menschen, die gerade eine neue Freiheit erlebt hatten und sichtbar mit dem Alten abschließen wollten. Momente wie diese sind es, die zeigen: Hier verändert sich wirklich etwas.

    KIRCHE

    Kirchengrundstück in Otjinungua zugesagt

    AUDIOBIBEL

    Audio-Bibeln in Otjiherero & Dhimba verteilt.

    VERANTWORTLICHE

    Lokale Mitarbeiter in Dörfern ernannt

    KINDER

    Programm mit Lese- & Schreibförderung

    Taufe im alten Kanister

    Eine Taufe im rauen Nordwesten zu feiern, ist keine Selbstverständlichkeit. Ein Taufbecken gibt es hier nicht, und in den Fluss wollte ich aus gutem Grund nicht steigen – zu real war die Gefahr durch Krokodile. Ben ließ sich davon nicht entmutigen. Er wollte unbedingt getauft werden, und als klar wurde, dass wir eine andere Lösung brauchten, machte er sich selbst auf die Suche: Er fand einen alten Wassertank und verbrachte einen halben Tag damit, ihn gründlich zu reinigen, bevor er ihn mit Wasser aus dem Fluss füllte. Am Ende standen nicht nur Ben, sondern gleich zwei Menschen an diesem improvisierten Taufort und bekannten sich öffentlich zu Jesus – in einem Tank, den Ben mit eigenen Händen für genau diesen Moment vorbereitet hatte. Es war ein Moment voller Freude, den wir gemeinsam gefeiert haben.

    Dennis

    Dennis

    Jesusliebhaber, Ehemann, Papa & Missionar aus Leidenschaft – zu Hause dort, wo seine Familie ist, unterwegs dort, wo Gott ihn ruft. Immer mit dem Ziel, Menschen von Jesus zu erzählen.

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